3. Pokalrunde (16.09.17): SV Blau-Gelb Kitzen vs. KSC E1 2:6 (2:2)

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Cool geblieben, Spiel gedreht, Achtelfinale….

Nach zwei Siegen im Pokal und vier Siegen in der Liga sollte die Reise der aktuell selbstbewussten Knautkleeberger auch in Kitzen weitergehen. Leider stand bereits Polizei auf dem Vereinsgelände, was nicht am Hochsicherheitsspiel lag, sondern daran, dass eingebrochen wurde. Wir hoffen, dass sich der Schaden für die Kitzener gering hält.

Wohl wissend, dass mit Piet bei Kitzen ein super Fußballer spielt, der schon sehr viele Tore in dieser Saison geschossen hat, schwor sich der KSC in den Katakomben ein. Dementsprechend auf ihn (schon in der Trainingswoche) eingeimpft und heiß gemacht, machten sich die wieder in kurzen blauen Trikots (die neuen roten langen Trikots machten ihrem Namen „lange“ Trikots alle Ehre) spielenden KSC Kicker bei gefühlt aufgehender Sonne (8:30 Uhr und 10 Grad) auf den Weg zum (ins) Feld, umrandet von malerischer landwirtschaftlicher Kulisse. Mit erneut 11 Spielern wärmte sich der KSC mit seiner eingespielten Routine auf. Erneut kam die Eishockeytaktik zur Anwendung, die mit 2 Blöcken à 12,5 Minuten zum Sieg führen sollte. Es begannen heute Jakob im Tor, Joel und Luca in der Abwehr, Felix S. und Valentin im Mittelfeld sowie Till im Sturm.

Anpfiff und los. Die Kitzener zeigten sich zu Beginn nicht so stark, wie es eigentlich von den Trainern erwartet wurde. Es spielte nur der KSC. Das sah bis zum Strafraum ganz gut aus, dann wurde es aber zu kompliziert. Der KSC versuchte den Ball eher aus Nahdistanz über die Linie zu schieben, als ihn „einfach reinzukloppen“. Pfosten, Gegner und die eigene Unkonzentriertheit  beim Abschluss verhinderten die längst fällige Führung. Kitzen versuchte schnell (auf Piet) in die Spitze spielen und war dann auch noch erfolgreich. Ein Schuss von der Strafraumgrenze landete eiskalt und platziert im langen Eck. Lange Gesichter beim KSC, die noch (unattraktiv) länger wurden, als Kitzen mit Piet nur Sekunden später aus spitzem Winkel auf 2:0 erhöhte. Gnadenlos effektiv zeigten sich die Hausherren, bei denen die Freude natürlich entsprechend groß war. Große Sorgen mussten sich die Trainer und Eltern der Knautkleeberger jedoch nach 6 Minuten noch nicht machen. Der KSC rannte weiter an und noch zu oft in den Gegner und belohnte sich (noch) nicht für die spielerische Überlegenheit. Nun kamen Frederik (Sturm), Niklas (rechtes), Arthur (linkes Mittelfeld) und Linus (rechter Verteidiger) für Till, Felix S., Valentin und Luca. Vor der Pause musste natürlich noch etwas passieren. Frederik war es, der den Knoten dann platzen ließ. Nach tollem Zuspiel beförderte er den Ball (irgendwie) über die Linie. Nur noch 2:1. Fünf Minuten später glich er dann für die nun zielstrebiger agierenden Gäste aus. Der KSC spielte seinen Stiefel einfach weiter und machte aus seinen Chancen dann die längst überfälligen Tore. Halbzeitpfiff und 2:2.

An sich gab es nicht viel zu meckern. Es musste einfach nur so weitergehen und der Sieg sollte in den Kofferraum nach Knautkleeberg mitgenommen werden können. Trotzdem muss der KSC noch mehr Acht in der Rückwärtsbewegung geben.

Munter spielte sich der KSC mit dem ersten Block weiter vor die Kiste der Kitzener. Nun schlugen sie auch gnadenloser zu. Till wurde an der Strafraumkante freigespielt, drehte sich und spitzelte das Leder ins Netz zur Führung. Sekunden später brach Felix S. auf rechts durch und traf aus (eigentlich unmöglichem) spitzen Winkel ins Eckige (vollendet per Radschlag Torjubel). Niklas schlug fünf Minuten später mehrere Haken und nutzte die daraus entstehende freie Schussbahn und erhöhte auf 5:2 für den KSC mit seinem ebenso starken linken Fuß. Die Kitzener kamen nicht mehr wirklich zur Geltung und der KSC ließ nun wie so oft hinten raus Ball und Gegner laufen. Weitere Tore konnten aber bis kurz vor Ende nicht erzielt werden. Nach einer Ecke von Niklas beförderte der Kitzener Keeper den Ball ins eigene Netz, sodass der Schiri pünktlich nach 50 Minuten zum Ende pfiff.

In Summe geht der KSC als klar verdienter Sieger hervor. Wenn man es sich allerdings zu Beginn so schwer macht und einem Zweitore-Rückstand hinterher läuft, kann so ein Spiel auch richtig in die Buxe gehen. Zum Glück blieb der KSC locker, sorgte noch vor der Halbzeit für den Ausgleich und früh in der 2. Halbzeit für klare Verhältnisse. Wenn der Mais noch gestanden hätte, wäre das „Maaadrid, Maaadrid, wir fahren nach Madrid..“ (warum eigentlich Madrid?) auch noch lauter ausgefallen.

Somit freuen sich Spieler, Trainer und Eltern auf einen tollen Gegner aus dem Lostopf für das Achtelfinale. Erst einmal geht es in eine verdammt laaaaange 5-wöchige Spielpause.

Aufstellung:
Jakob (TW) – Joel, Luca (Linus) – Valentin (Arthur), Felix S. (Arthur/Felix F.) – Till (Frederik)

Tore:
1:0 Kitzen (5.)
2:0 Kitzen (6.)
2:1 Frederik (17.)
2:2 Frederik (22.)
2:3 Till (28.)
2:4 Felix S. (29.)
2:5 Niklas (34.)
2:6 Eigentor (50.)