Titel nicht nur vor dem Schneefall vorzeitig gesichert

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KSC E1 vs. Fortuna Leipzig 13:1 (5:1)
Mit 25 von 27 Punkten zum Staffelsieg

Ja der neue Modus macht es tatsächlich möglich. Ist man in der E- und F- Jugend Herbstmeister, ist dies auch neuerdings gleichbedeutend mit dem Titel (zur Winterpause werden die Ligen neu gemischt, es gibt jeweils nur eine Hinrunde). Verfolger RB verlor in der letzten Woche nach 4:1 Führung tatsächlich noch 4:6 daheim gegen den FSV Großpösna. Ganz überraschend war das (mal abgesehen vom zwischenzeitlichen Spielstand) nicht, denn Großpösna war bisher die einzige Mannschaft, die den Knautkleebergern beim 3:3 zwei Punkte abknapsten. Somit gab es bereits heute die Möglichkeit mit einem Sieg RB auf Rang 2 zu verdrängen. Der erste von zwei Matchbällen sollte möglichst mit einem Ass enden. Ob angepfiffen werden konnte, entschied sich erst vor der Begegnung.

Der Rasen/ Boden war gefroren, die Temperatur lag anfänglich bei -3 Grad. Eben genau die Grenze, bei der in der E-Jugend angepfiffen werden darf (und wieder etwas gelernt). Glücklicherweise stand das Thermometer des Schiris direkt neben dem frisch gekochten Krümeltee für die Kids, sodass der Schiri pro Spiel entschied. Doch Spaß beiseite. Natürlich mussten die in blau und kurz spielenden Titelanwärter (die langen Trikots sind doch noch zu groß ;-)) den Gegner ernst nehmen, mit aber 6,5 Gegentoren im Schnitt und 3 Siegen aus 9 Spielen kam heute nicht der stärkste Gegner an die Albersdorfer Straße. Dazu traf Fortuna auf die geballte Offensive und beste Defensive der Liga. Gewarnt waren die Hausherren trotzdem, verlor man das letzte Ligaspiel doch gerade gegen eben einen solchen “Kleinen” (auch wenn das gefühlt schon ewig her ist, knappes Jahr?!). Grund genug taktisch etwas zu probieren. So spielte der KSC mit einem 1-3-1, statt dem gewohnten 2-2-1, also mit noch mehr Offensivpower. Fortuna sollte dort beschäftigt werden, wo sie am schwächsten sind, in der eigenen Hälfte. Mit erneut breitem und ausgeglichenem Kader von 11 Fast-Männern, spielte der KSC wieder aller 12 Minuten mit jeweils einem der beiden KSC Blocks. Einzig Linus rotierte heute für Jakob ins Tor, der musikalisch unterwegs war. 

Das Spiel an sich ist schnell erzählt, weil der Sieger früh feststand und es keine große Spannung gab. Die Schützlinge um Mario und Stephan machten dort weiter, wo sie im letzten Ligaspiel gegen Inter aufgehört hatten. Dort gab es 10 KSC Tore, heute sollten 13 fallen, wobei aufgrund des mehr oder weniger gut ausgeprägten Kurzzeitgedächtnisses leider nicht alles (und nicht in gleicher Wahrnehmung) niedergeschrieben werden kann. Nach 6 Minuten stand es bereits 3:0. Till schaltete in der ersten Minute am schnellsten, bevor Leander auf 2:0 erhöhte. Das 3:0 von Niklas hätte lehrbuchmäßiger für einen Eckball nicht sein können. Der KSC lief wunderbar ein, Niklas schraubte sich hoch und köpfte den Ball gegen die Laufrichtung vom Hüter in den linken Knick. Nach 12 Minuten kam der zweite und frische Block. Dieser knüpfte an die Leistung der Vorgänger an. Arthur ließ den Ball wunderbar auf den mitgelaufenen Felix F. prallen, der mit dem Ball in Richtung Tor marschierte und locker einschob. Arthur selbst erhöhte dann auf 5:0, bevor die Gäste ihren einzigen Treffer des Tages markierten. Ein Ballverlust auf links ging dem Tor zuvor und Fortuna nutzte den (wenn auch nur diesen) Fehler gegen aufgerückte Knautkleeberger prompt. Doch das sollte kein Grund zum Grübeln sein, dafür war der KSC zu überlegen und führte zur Halbzeit 5:1. Nachdem Frederik wieder geheilt war (er trank den frisch aus der Kanne gezapften 100 Grad Krümeltee ausversehen auf ex), konnte es weiter gehen.

Das Toreschießen war jedenfalls auch in der zweiten Halbzeit noch nicht beendet. Wieder begann es sehenswert. Der nun auf rechts spielende Luca brachte das Leder scharf und flach an den langen Pfosten, wo Till den Ball per Hechtsprung über die Linie drückte. Danach schoss Leander das 7:1, wobei er wieder mit seiner Coolness vor dem Tor überzeugte und in Sachen Chancenverwertung ganz vorne dabei ist. Luca und Niklas erhöhten den Stand binnen 60 Sekunden auf 9:1. Die Gäste zerfielen nun in ihre Einzelteile, aber der KSC blieb hartnäckig. Arthur machte darauf in 7 Minuten 3 Tore, wobei ihm Frederik noch den lupenreinen Hattrick “vermasselte”. Jedenfalls stand es zum Ende 13:1 und der Gast musste bemüht werden überhaupt noch zu Ende zu spielen. Game. Set. Match. Und da waren die 3 Punkte um sich für immer und alle Ewigkeit auf Rang 1 zu schieben. Nach dem Schlusspfiff kam es zu nicht spontanen Meistergesängen und zu einer spontanen Schalenübergabe, prall gefüllt mit Süßigkeiten (es wird befürchtet, dass es vom Verband nichts gibt).

(Stand 22:oo Uhr)

Die Hausherren gewannen 8 der 9 Spiele, macht bei einem Remis glatte 25 Punkte und Platz 1. Stolze 70 Tore wurden geschossen und nur starke 20 kassiert. Ein Spiel steht noch aus und bei Tapfer in der kommenden Woche kann es nur heißen, die weiße Weste zu bewahren und ganz klar auf Auswärtssieg zu spielen. Gerüchten zufolge planen die Trainer (ja jeder Verein/Trainer kann nun für sich entscheiden, wo man zur Rückrunde spielt) für die “Rückrunde” mit einer Liga höher, also der Stadtklasse (quasi 2. Liga Leipzig), um sich schon einmal ordentlich auf die anstehende D-Jugend ab Sommer vorzubereiten und sich entsprechend weiterzuentwickeln. Doch erst folgen letztes Ligaspiel, Weihnachtsfeier im Jump House und Friendly bei Roter Stern, bevor der alleseits ge- und beliebte Weihnachtsmann kommt.

Aufstellung:
Linus (TW) – Luca (Joel) – Felix S. (Valentin), Niklas (C) (Frederik), Till (Felix F.) – Leander (Arthur)

Tore:
4x Arthur
2x Niklas
2x Till
2x Leander
Felix F.
Luca
Frederik