Desolate Anfangsphase kostet (leider leider) das Spiel

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07.04.18: KSC E1 – TSV Böhlitz-Ehrenberg E1 3:7 (1:6)

Nach dem 4:4 am letzten Sonntag bei RB, fand bereits das nächste Punktspiel, pünktlich zum Ferienbeginn, statt. Erwartet wurde ein gleichaltriger Gegner, der in der Hinrunde bereits im B-Pool seine Erfahrung sammeln und sehr viele Tore erzielen konnte. Zudem ist der Gast aus dem Leipziger Nordwesten noch im Stadtpokal vertreten. Auch die Begegnung heute stand auf wackeligen Füßen, doch das Wetter hielt und das Spiel konnte durchgeführt werden. Der sehr vorzeitig erscheinende und junge Schiri (samt Eltern) nahm die Vorbereitung auf das Spiel, positiv gesehen, vorbildlich. Um die gemeinsame Platzbegehung, Laptop und Trikot-(und Leibchen)farben wurde sich akkurat gekümmert. Fünf Minuten vor Anpfiff verlangte er (auf Geheiß seiner sehr genauen Eltern) noch den alles entscheidenden Spielbogen in gedruckter Form (Novum!), sodass sich Trainer Stephan zum Anpfiff mit dem Drucker prügeln durfte. Nach seiner Rückkehr mit besagtem, heiligen Schriftstück stand es bereits 0:2, wobei er aus der Ferne eine zu löchrige Defensive erkannte. Mit Friedrich und Niklas in der Defensive, Felix und Leander im Mittelfeld sowie Arthur im Sturm schien das Gebilde so überhaupt nicht zu funktionieren. Dabei sah das im Training gestern noch richtig gut aus. Noch nicht mal am Spielfeld angekommen musste Konstantin wiederum hinter sich greifen. Böhlitz machte kurzen Prozess und knallte die Geschenke aber sofort und direkt ins Knautkleeberger Knochenmark. Es stand nach stolzen 4 Minuten 0:3 und als ob das noch nicht genug war, führte ein Doppelschlag nach sieben Minuten zum 0:5. So startet man doch gestärkt ins Spiel. Viel zu einfache Ballverluste und viel zu viel Platz für den Gegner und der KSC erlebte hier sein Waterloo. Nachdem der Spielbogen fein säuberlich für den Schiri, samt seinem Kabinenschlüssel, zurecht gelegt wurde, fanden einige Personen- und Positionswechsel statt. Jetzt (erst) passte es beim KSC der, nach dem mörderischen Rückstand, nun anfing Fußball zu spielen und war nun endlich auch selbst mal mit Niklas erfolgreich, der den Ball locker im langen Eck versenkte. Mit einem erneuten Böhlitzer Treffer pfiff der Schiri, der sich schon sehr auf den Spielbogen freute, zur Halbzeit. Ein stolzes 1:6 aus KSC-Sicht zeigte die Uhr.

Den katastrophale Beginn, welchen Böhlitz gnadenlos und eiskalt ausnutzte, war Blei genug an den Füßen der KSC-Kicker. Trotzdem war es nach etwa 20 Minuten ein absolut anderes Spiel, auch weil der KSC das Spiel noch nicht aufgab und von neuem anfing. Auch nach Wiederanpfiff spielte zum Großteil nur der KSC, sicher auch, weil der Gast nicht mehr alles reinwerfen musste, aber selbiger war sichtlich überrascht von dem nun hohen Tempo und konzentrierten Auftreten der Gastgeber. Felix F. (Bogenlampe an den Innenpfosten, nachdem er sich an der Außenlinie gut durchsetzte) und Arthur (satter Schuss ins Eck) schlugen nach 44 und 46 Minuten zu und es stand nur noch 3:6 gegen den KSC, der auf nur noch einen Verteidiger umstellte. Die starke Böhlitzer Offensive blitzte immer wieder mal auf, aber gerade Hüter Konstantin zeigte, wie schon am Sonntag, absolut herausragende Reflexe und gewann viele seiner eins gegen eins Situationen. Der vierte KSC-Treffer war an sich nur eine Frage der Zeit, da die Knautkleeberger nun massivsten Druck ausübten. Neben der Defensivschwäche am heutigen Tage, war es aber auch wieder bekannte die Abschlussschwäche, die das Spiel nicht mehr spannend machen sollte. Den Deckel drauf setzte dann Böhlitz acht Minuten vor Ende gegen aufgerückte KSCler, die verdient als Sieger vom Platz gingen.

Die ersten sieben Minuten wird der KSC so schnell nicht vergessen, aber genau deswegen spielen die Roten nun in dieser Liga. Trotzdem war und ist die Niederlage sehr ärgerlich, weil mit weichen Knien absolut hergeschenkt, obwohl die Leistung nach dem “Pfund” absolut passte. Jetzt aber geht halt nichts mehr einfach von der Hand und jede Aktion (und Reaktion) kann entscheidend für ein Tor oder Gegentor sein. Gerade die Defensive (Deckungs-, Stellungsverhalten) und Rückwärtsbewegung im gesamten Verbund wurde offenbar in der Hinrunde zu selten geprüft. Daran gilt es jetzt konzentriert zu arbeiten, denn am 11.04. mittwochs und am 14.4. samstags warten schon die nächsten schweren Spiele auf die Knautkleeberger. Sicher sagen kann man aber, dass der Schiri sich den Spielbogen unter das Kopfkissen gelegt hat.

Aufstellung:
Konstantin (TW) – Friedrich (Luca/Joel), Niklas (Linus) – Leander (Felix F.), Felix S. (Valentin) – Arthur (Frederik)