Auf dem Markranstädter Kunstrasen richtig schwer getan

So richtig frostig war es heute, als sich der KSC zum Auswärtsspiel nach Markranstädt machte. Einfach losfahren war nicht, nein man durfte die Autoscheibe kratzen und die Temperatur wurde unterwegs ins Umland zum wunderschönen Sportpark in Markranstädt sogar noch weniger.

Heute fanden sich dort nur 9 KSC Kids ein wobei der ältere Jahrgang von Krankheit verschont war. Elias wurde von seinem eigenen Vater und dessen E-Jugend abgeworben. So hatte man auf den Papier im Durchschnitt fast ein Jahr Altersunterschied, denn gespielt wurde gegen die F3 von Markranstädt auf deren Kunstrasen. 

Bei gefühlten Minusgraden hieß es erst einmal auf Temperatur kommen. Wichtig sollte sein, die körperliche Überlegenheit sofort auszuspielen und früh die Weichen für den KSC zu stellen. Es begannen Eric im Tor, Jonas rechte, Emil linke Abwehr, Flügelzange Rasmus und David sowie Jonathan zentral im Sturm.

Dass man das Spiel trotz Altersunterschied und Tabellensituation (Primus gegen die noch sieglosen aber mit Sicherheit spielfreudigen jungen Markranstädter) nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte,  sah man vor allem zu Beginn. Der KSC tat sich schwer mit Ballan- und Mitnahme und hielt zum Teil nicht die Positionen. Markranstädt spielte munter mit und kam in kurzer Zeit gefährlich vor das Knautkleeberger Tor. Die Gäste kamen schwer ins Spiel, vor allem weil sie sich nicht von ihren Gegenspielern lösten und kaum Bälle spielten. Jeder war mehr mit sich, als mit dem Spiel beschäftigt und gute Ideen mit und ohne Ball waren oft Mangelware. Erst lief dann Jonathan und dann Rasmus frei auf den Heimkeeper zu, aber beide konnten sich nicht zum Abschluss entscheiden und liefen in die Arme des Keepers. Erfolgreicher etwas später war dann David, der den KSC aus der Ferne und an Freund und Feind vorbei in Führung schoss. So richtig Sicherheit gab es aber nicht. Zweikämpfe gingen verloren, Abschlüsse wurden aus den unmöglichsten Winkeln und Entfernungen gesucht. Die erwartete drückende Überlegenheit blieb aus. Eric musste auch ein paar Mal eingreifen sowie Jonas, der per toller Grätsche und mit Schmerz einen gefährlichen Angriff entschärfte. Glück hatte dann Rasmus, als sein Schuss vor dem Keeper aufsetze und unter diesem in die Maschen flog. 2:0 zur Halbzeit. Emil und Jonas wurden nun durch Odin und Valentin ersetzt. Nochmals gaben die Trainer Willy und Stephan ihrer Truppe mit ihre körperliche Stärke viel viel mehr zu nutzen.

Es wurde nun auch besser. Der Druck wurde endlich größer und nun ging der KSC zweikampfstärker zu Werke. Absolut löblich war die Leistung von Valentin, der Ball und Gegner immer wieder super antizipierte und nach Ballgewinn den Passweg zu seinen Vorderleuten suchte. So klappte der Spielaufbau viel besser. David traf zum 3:0, als der Ball nach einer Ecke erst flach zum Keeper und dann über diesen ins Tor rollte, das war etwas glücklich. Durchatmen konnten die KSC Trainer nur kurz, denn Markranstädt kam zum Anschluss. Im eigenen Strafraum fand keiner Zugriff auf die Markranstädter, sodass ein überlegter Abschluss flach im KSC Kasten landete. Die tolle Antwort auf das vermeintlich nun beginnende Zittern auf Seiten der Gäste fand dann David mit dem 4:1. Valentin gewann das Leder in der Defensive schob diesen raus auf die rechte Seite zu Rasmus, der David im Zentrum perfekt flach und scharf bediente. David nahm das Runde trocken an und schob eiskalt ein. Ein wirklich toller Treffer,  leider gab es solche Situationen heute viel zu selten. Ein weiteres Tor wollte bis zum Schluss nicht mehr gelingen, aber auch Markranstädt fand nicht mehr Recht den Zug zum Tor.

Ob es am Kunstrasen, am zunächst sehr wachen Gegner, den ungewohnt langärmligen grünen Trikots oder an den Temperaturen oder an einer klangvollen “Komposition” von  allem lag? Das Spiel war vom Ergebnis und von den Toren her vielleicht noch, aber in Summe spielerisch nicht wirklich zufriedenstellend. Respekt an den SSV, der das richtig gut machte. Am Ende stehen ein arbeitsreicher Auswärtserfolg und wunderschön saubere Schuhe durch den nassen Kunstrasen zu buche. Beim Showdown nach den Ferien um den Platz an der Sonne gegen die SG Räpitz allerdings braucht es auf jeden Fall mehrere Schippen mehr, um auch Tabellenführer zu bleiben.